Malerische Gegend

Auf einer weitläufigen Trasse am Hang, in malerischer Umgebung, auf der Talseite der Gemeinde liegt eines der Schmuckstücke von Dalnic/Dálnok, die im Jahre 1844 erbaute Villa Gaál. Der kompakte, ebenmäßige Rumpf des zweistöckigen Gebäudes mit rechteckigem Grundriss trägt ein ziegelgedecktes Giebeldach. Die harmonische Komposition baut auf vollkommene Symmetrie. 

Korbbogen-Veranda

Die Hauptfassade gliedert sich in eine leicht risalitähnlich konzipierte, auf quadratischen Säulen ruhenden Korbbogen-Veranda mit Treppenaufgang, und zwei Seitenfelder, die jeweils von einem Fenster durchbrochen werden. Die geradlinig schließenden Fenster haben einen einfachen, oben halbkreisförmigen Rahmen.

Der Aufbau der Kurie

Ein auf Brauenhöhe verlaufender feinprofilierter Sims, die Quadermauerwerk imitierenden Putzornamente an den Hausecken und der leicht vorspringende, verputzte Ziegelsims der Dachrinne gliedern die Fassade des Gebäudes. Der Grundriss der Kurie unterteilt sich in folgende, wie auf die Mittelachse aufgefädelte Gebäudeteile: den Eingangs- und Verandabereich und die Gebäudeflügel, die aus jeweils drei Räumen bestehen und das Esszimmer und die Küche umschließen. Besondere Aufmerksamkeit verdient auch der in einigen Räumen erhaltene Bodenbelag aus großflächigen Steinfliesen, sowie die zeitgenössischen Türen und Fenster. 

Nachbargebäude und Gräber

In unmittelbarer Nähe zur Kurie ließ man in den 1890-er Jahren ein neues Wohnhaus für Mária Gaál errichten, da die Kurie an die Familie von Dr. Géza Borbáth vererbt worden war, dessen Gattin eine Tochter der Familie Gaál war. Oberhalb der Kurie auf einer höhergelegenen Trasse am Hang steht die Familien-Krypta.

Jahre des Neubeginns

Die Nachkommen der im März 1949 ausgesiedelten Familie Borbáth erhielten die Kurie und einen Teil der zugehörigen Ländereien zurück. Da die Familie das wertvolle, unter Denkmalschutz stehende Gebäude aus eigenen Mitteln nicht wiederherstellen konnte, verkaufte sie es an den gegenwärtigen Eigentümer, die Stiftung für die Gemeinschaft.

Renovierung und heutiges Erscheinungsbild

Die Stiftung für die Gemeinschaft, die sich mit der Unterstützung begabter Kinder sowie mit sonstigen Ausschreibungen für Kinder als Zielgruppe beschäftigt, übernahm das Gebäude im Jahre 2013-14 und ließ es den Ansprüchen des modernen Zeitalters entsprechend renovieren, wobei allerdings auch Traditionen und die Aspekte des Denkmalschutzes berücksichtigt wurden. Die vom wichtigsten Sponsor der Stiftung, von der Erdölgesellschaft MOL Romania erhaltenen Mittel machten diese Baumaßnahmen möglich. In dem Gebäude werden in Zukunft Kreativlager und Gemeinschaftsveranstaltungen stattfinden.